Natursteinmauerarten

Natursteinmauerarten

 

 

Natursteinmauerarten

Die Natursteinmauernarten

 

    • Hügelmauern

 

Diese Mauerart ist ein steingartenmäßiges Gebilde zur Stützung von flachen Hängen, welches aus Steinstücken unterschiedlichsten Steinarten zusammengewürfelt ist

Steingarten mit B 3 Basalt blau

 

    • Gabionen

 

Aus dem ital. gabbione, das gleichbedeutend mit "großer Käfig" abgeleitet ist. Vor mehr als 100 Jahren wurde diese Art von Bautechnik entwickelt und breitete sich Alpenraum aus. Die äußerst haltbaren Gabionenmauern werden meist als Lawinenschutz, Uferbefestigung, Stützmauern und Lärmschutzwälle bei wenig zur Verfügung stehendem Bauraum als preiswerte Art der Befestigung. Die Anforderungen an das zu verfüllende Steinmaterial sind gering. Gabionen sind flexibel, wasserdurchlässig, umweltverträglich, und Ihre Hohlräume bieten wie auch bei Trockenmauern Schutz- und Lebensraum für Tiere und Pflanzen

Gabionen mit B 15 Porphyr braun

 

    • Trockenmauern

 

Wie der Name schon sagt, werden diese Mauern trocken aufgebaut und tragen sich selbst. Aus diesem Grund werden Sie auch Schwergewichtsmauern bezeichnet.

Trockenmauern werden mit möglichst engen Fugen aufgesetzt wobei die richtige Steinauswahl von großer Bedeutung ist.

Trockenmauern können mit unbearbeiteten, bruchrauen oder gering bearbeiteten aufgebaut werden. Dabei können auch größere Fugen entstehen, die für die Bepflanzung oder mit kleinen, keilförmigen Steinen ausgefüllt.

Bruchsteine B 17 Quarzit grau-braun

 

    • Bruchsteinmauern

 

Diese Natursteinmauern kann man als individuell aufgebaute Mauern beschreiben. Der Name "Bruchstein" kommt von "gebrochen" also im Steinbruch ohne weitere Bearbeitung anfallend. Sie sind bruchstückartig, von länglichen, flachen und kantigen Steinen oftmals konisch, bis hin zu rundlichen. teils kleinen Findlingen und prägen ein unregelmäßiges Fugenbild. Der einzige Unterschied zwischen Trockenmauer und Bruchsteinmauer ist die Verwendung von Mörtel sowie einer Fundamentierung und Hinterbetonierung und Verarbeitung von plattenartigem Material. Entsprechend zum Bau verwendetes Material z. B. Kalkstein, Sandstein entstehen vom Erscheinungsbild sehr unterschiedliche Bruchsteinmauern

 B 10 Kalkstein

 


 

  • Unregelmäßige Bruchsteinmauern

Bei der unregelmäßigen Bruchsteinmauer kann es durch geschicktes aneinanderpassen auch unterschiedlicher Natursteine ein attraktiver, gestalterisch hochwertiges Fugen- und Formengewirr entstehen. Die Steine sind so angeordnet, das keine allzu großen, aber auch keine Kreuzfugen entstehen. Bis zum Mauerkronenabschluss keine waagerechte Linie, der Abschluss sollte jedoch annähernd waagerecht oder mit einer dem Gelände angepasste Steigung gerade hergestellt werden.


  • Schichtenbruchsteinmauerwerk

Wie beim unregelmäßigen Bruchsteinmauerwerk wird auch hier mit mehr oder weniger ausgeprägten Ecksteinen gearbeitet, und unregelmäßige Bruchsteine verwendet aufgebaut. Jedoch weren in diesem Fall die unregelmäßigen Steine zu Schichten aufgebaut, so dass jede 2. oder 3. Steinreihe waagerecht ist.


bossiertes Schichtenmauerwerk in grünem Sandstein

 

 

    • Zyklopenmauern

 

Dieses Natursteinmauerwerk besteht aus großen, unregelmäßigen runden oder polygonalen (eckigen), willkürlich gespaltenen oder behauenen Findlingen. Besonders Natursteine, die kaum zu einem hammerrechten Mauerwerk verarbeitet werden können, finden Verwendung. Die kantigen und runden Steine werden so geschickt aufeinander gestapelt, das sie ineinander greifen. Kleine Hohlräume werden mit Steinkeilen, splittern vor- und rückseitig verzwickelt, das nichts mehr wackelt und die Steine sich auch bei Setzungen ineinander verzahnen und so eine statische Einheit bilden.

Große Zyklopenmauern werden meist in Mörtelmischung aufgebaut, wobei die Natursteine in der Tiefe sehr weit in den Böschungsbereich eingreifen oder sich freistehend sehr stark im Beton- bzw. Mörtelmischungsbett festigen. Die Mörtelmischung ist meist in de Ansichtsfläche nicht sichtbar, so dass der Eindruck entsteht, die Mauer ist nur aufgeschichtet.


Zyklopenmauerwerk in Basalt

 

  • Kieselsteinmauern

Diese kleine Form der Zyklopenmauer finden wir oft in Norddeutschland, wo nur geringe Natursteinvorkommen existieren, prägen kleinere Kieselmauern (Friesenwall) das Landschaftsbild. meistens werden sie mit Boden aufgesetzt und verfüllt. Den Abschluss im Mauerkronenbereich bilden oft Rasenabdeckungen, Gehölze, Stauden ,Blumen, die nach erfolgter Durchwurzelung die nötige Stabilität erhält

Oberrheinkiesel (33)

Fiesenwall aus dän Flusskiesel

  • Quadermauerwerk

Bei diesem Mauerwerk ist jeder Quader gleich groß. Der Fugenverlauf ist genau waagerecht. Die Ansichtsflächen sind steinmetzmäßig durch Flächen, Spitzen, Stocken oder Scharnieren bearbeitet. Es ist material- und Zeitaufwendig sowie kostenintensiv.

    • Bossenmauerwerk

 

Die Herstellung der Bossen (Wölbung der Ansichtsfläche des Steins) Die Herstellung der Bossen ist fast schon eine künstlerische Steinmetztätigkeit . Meist gradlinig und gleichmäßig herausgearbeitet ist die Gestaltung beeindruckend mit den Profilierungen, Vertiefungen und Verbreiterungen.

 

 

Bossenmauerwerk in Werksteinmauern

Ihr Kenzeichen ist die korrekte, äußerst exakte, rechtwinklige Ansicht der Mauersteine im gesamten Mauerwerkverbandes. Die Steingrößen der mauern im Garten sollten 5- 25 cm groß sein, wobei sie 2- 3mal so lang wie hoch sein sollten. Die Überdeckung beträgt mindestens 10 cm.

 


 

 

    • regelmäßiges Schichtenmauerwerk

 

(Lagenmauerwerk)

Diese Art der Natursteinmauer besteht aus verschiedenen, jeweils gleich starken Mauersteinlagen. Jede Schicht hat eine gleich bleibende Steinhöhe, die jedoch pro Lage geändert werden kann. Schichtenmauerwerk wirkt durch seine Gleichmäßigkeit etwas leblos , das jedoch eine gewisse beruhigende Ausstrahlung auch erwünscht wird.Je nach eingesetztem Steinmaterial mit interessantem Farbspiel , Vertiefungen und Einschlüssen wirkt sie auch belebend elegant

K 2 roter Sandstein groß